Hurra, ich darf leben!

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Dass ein Kind diesen Jubelruf ausstoßen kann, verdankt es engagierten Lebensrechtlern wie denen von der Aktion Lebensrecht für alle (ALfA). Hierzu war heute in Villingen ein beispielhafter Info-Stand mit Embryonen-Modellen aufgeboten (siehe Foto), die sehr anschaulich die Entwicklungsstadien im Mutterleib darstellen. Es wird offenkundig, dass der Mensch bereits im Anfangsstadium keine “Biomasse” sondern ein real existierender Mensch ist. Nach Artikel 3 der “Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948″ hat jeder Mensch das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. Niemand hat das Recht, dem Ungeborenen das Bereits-Menschsein und damit das Lebensrecht abzusprechen.

Täglich werden allein auf dem Territorium der Europäischen Union rund 3300 Kinder im Mutterleib getötet. Das entspricht 138 vorgeburtlichen Kindstötungen pro Stunde. In den letzten 15 Jahren wurde somit ca. 20 Millionen Kindern das Lebensrecht verweigert.

Eine kleine Fotogalerie vom Info-Stand der ALfA kann oben rechts angeklickt werden.

Weitere Informationen zum Thema Lebensschutz finden sich bei der Aktion Lebensrecht für alle (ALfA). - Heinz Josef Ernst

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„Die Kirche und ihre Sorge für die Menschen“

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Unter diesem Motto findet der diesjährige Kongress „Freude am Glauben“ vom 9. bis 11. September 2011 in Karlsruhe statt. Das Ziel des Veranstalters (Forum Deutscher Katholiken) ist es, die Teilnehmer im katholischen Glauben zu stärken, zum Zeugnis im täglichen Leben zu ermutigen und die Beziehung zu Jesus Christus zu vertiefen. Wer glaubt ist nicht allein, und so können die Teilnehmer am Kongress die beglückende Erfahrung machen, den Glauben mit anderen zu teilen.

Vorträge zu lebenswichtigen Themen des katholischen Glaubens und die persönliche Begegnung mit Jesus Christus in der Anbetung und in der Feier der Liturgie stehen im Mittelpunkt dieses Kongresses. Themen sind: „Was die Welt im Innersten zusammenhält“ „Geborgen in der Liebe – So sehr hat Gott die Welt geliebt“ „Kampf für Freiheit und Wahrheit: Bischof Ketteler“ „Begleitet von Menschen/Im Vertrauen auf Gott – Erfahrungen mit der Hospizbewegung“ „Das Kreuz als Kennzeichen der Liebe“. >>>mehr 

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Der Odilienberg im Elsass: Ewige Anbetung

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Der Odilienberg ist ein lohnender Ort für Wallfahrer und auch Touristen. Eine neunköpfige Wallfahrer-Gruppe aus Villingen hat ihn im Juni 2011 besucht. Es war auch ein touristisches Erlebnis, obwohl Gottesdienst und Ewige Anbetung im Mittelpunkt standen. – Die Fotos rechts oben zeigen Stationen aus einem besonderen Kreuzweg.

Auf der Homepage “Berg der Heiligen Odilia” wird Ewige Anbetung so beschrieben: “Sie ist die Haltung, die am besten zum Ausdruck bringt, was Gott für uns ist und was wir für ihn sein wollen.” – Die Anbetung und das Lob Gottes waren die Hauptsorge der heiligen Odilia und ihrer Gefährtinnen. Die Klosterregel des heiligen Kolumban, an die sich die Odilienschwestern hielten, schrieb das “Laus perennis” (dt.: das ewige Lob Gottes) vor. Im Jahre 1924 äußerte Mgr Ruch, Bischof von Strassburg, den Wunsch, man möge im Elsass einen Ort der ewigen Anbetung weihen. Er lud die Mitglieder des eucharistischen Männerapostolates ein, seinen Vorschlag zu überdenken.

Seit dem 5. Juli 1931, Woche um Woche, lösen sich Gruppen von Männern und Frauen (in der Regel 20 bis 30 Personen) aus verschiedenen Dekananten des Elsass ab, um Tag und Nacht vor dem allerheiligsten Altarsakrament die Anbetung zu halten. Einer der Anbeter sagte uns: “Wir sind hier um zu wachen und zu beten, auch für jene, die nicht beten oder nicht mehr beten, aus Gründen, die Gott allein kennt. Ich denke, dass wir für alle Menschen beten müssen, damit sie eines Tages auf der ganzen Welt die Stimme Gottes hören, die ihnen zuruft: „Kommt, die Tür steht Euch offen, ich öffne Euch meine Arme, seid willkommen in meinem Reich.”

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“Morgen ist Pfingsten!”

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Unter dem Motto „Morgen ist Pfingsten“ will die Initiative Freude am Glauben am kommenden Pfingstsamstag, 11. Juni 11, 9 bis 17 Uhr, in der Villinger Fußgängerzone auf das große Geschehen fünfzig Tage nach der Auferstehung unseres Erlösers Jesus Christus hinweisen. Erst das Herabkommen des Heiligen Geistes am Pfingsttag befähigte die Jünger zum lebendigen Zeugnis für den Auferstandenen und sein Evangelium. Wie zu allen Zeiten brauchen wir auch heute ein ‚neues Pfingsten‘, ein Sich-neu-Einlassen auf das Wirken des Heiligen Geistes.

Ein wichtiger Punkt ist immer wieder die Antwort auf die Frage: „Was kommt nach dem Tod?“ Christen haben eine Hoffnung, die 60 Prozent unserer Bevölkerung – gemäß Umfrageergebnis – nicht (mehr) haben: Die Auferstehung und die ewige Gemeinschaft mit Gott. Ein Grund dafür, Freude und Zuversicht zu bezeugen.

Bezeugen auch, dass Jesus Christus immer inmitten seiner Kirche ist und dass durch die Kirche immer wieder Gottes Wort zu uns kommt, das uns stärkt auf dem irdischen Weg.

Am Stand werden auch christliche Medien angeboten, zum Beispiel Probeexemplare einer katholischen Zeitung, die Bibel, Glaubensbücher, Gebetstexte, Informationen zum Thema ‚Verfolgte Christen‘. Es ist also – hoffentlich – für jede/n etwas dabei. - Heinz J. Ernst

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Was es heißt, an Jesus zu glauben

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An Jesus zu glauben heißt, ihm täglich nachzufolgen, auch in den einfachen Tätigkeiten, aus denen unser Tag besteht. Daran hat Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag beim mittäglichen Regina Coeli-Gebet erinnert. „Liebe Freunde, Jesus Christus zu verkünden, der „der Weg, die Wahrheit und das Leben ist“, ist die hauptsächliche Aufgabe der Kirche“, sagte der Papst vor den versammelten Gläubigen auf dem Petersplatz. Hier seine Worte an die Anwesenden deutscher Sprache: Im Evangelium des heutigen Sonntags antwortet der Herr auf das Unwissen und die Richtungslosigkeit der Jünger mit der Zusicherung: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). Er gibt ihnen damit mehr als einen Wegweiser und ein orientierendes Wort. Er begegnet ihnen als Person, der sie sich anvertrauen können. Auch uns lädt er ein, ihn in unser Leben und in unsere Welt aufzunehmen. Dann empfangen wir von ihm die Einsicht in das Wahre und Gute und die Anleitung zu einem wirklich gelungenen Leben. Ich wünsche Euch allen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche!“ (Radio Vatikan)

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Letzter Rettungsanker für die Menschheit

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Die Kirche feiert am zweiten Sonntag der Osterzeit die Göttliche Barmherzigkeit – in 2011 ist es der 1. Mai. Nicht zufällig wird am gleichen Tag Papst Johannes Paul II seliggesprochen, war er es doch, der diesen besonderen Tag im Jahre 2000 eingeführt hat. Er starb am Vorabend des Barmherzigkeitssonntages 2005. Er hatte einen langen Weg persönlichen Leidens zurückgelegt. Während dieser Zeit, doch vor allem in seinen letzten Lebenstagen, war an ihm deutlich geworden, mit welcher Würde ein Mensch seinen Weg zu Ende gehen kann, wenn er von Vertrauen und Hoffnung auf Gottes gütiges Erbarmen erfüllt ist.

Die Initiative des seligen Johannes Paul II zu diesem Barmherzigkeitssonntag geht auf die Offenbarung Jesu gegenüber der heiligen Schwester Faustina Kowalska zurück (1905 bis 1938): „Ich will, dass die Sünder zu mir kommen ohne jede Furcht. Die größten Sünder haben ein ganz besonderes Anrecht auf meine Barmherzigkeit. Ich freue mich, wenn sie ihre Zuflucht nehmen zu meiner Barmherzigkeit. Ich überhäufe sie mit Liebe, weit über ihre Erwartungen…Ihretwegen bin ich auf diese Erde gekommen; ihretwegen habe ich mein Blut vergossen. Ich kann den nicht strafen, der sich meiner Barmherzigkeit anvertraut…“. Wie aus dem Tagebuch der Schwester Faustina hervorgeht, bezeichnete Jesus Seine Barmherzigkeit wiederholt als den „letzten Rettungsanker der Menschheit“.

In der Villinger Heilig-Kreuz-Kirche findet am 1. Mai 2011, 14.30 Uhr, eine „Eucharistische Andacht mit Predigt zum Fest der Barmherzigkeit Gottes“ statt. Das Motto lautet: „Die Welt wird keinen Frieden finden, solange sie sich nicht zur Quelle meiner Barmherzigkeit hinwendet“ (Jesus zu Schwester Faustina).

Radio Horeb überträgt am gleichen Tag um 18 Uhr einen Segnungsgottesdienst zum Barmherzigkeitssontag aus der Pfarrei St. Gordian und Epimach, Pleß (Bistum Augsburg). – HJE

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Auf den gekreuzigten und auferstandenen Christus vertrauen!

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„Wenn einer mir nachfolgen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um der Heilsbotschaft willen, der wird es retten…denn wer sich meiner und meiner Worte vor diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen wird.“ (vgl. Markus 8,34-38)

Ein Kreuz – gleich welcher Art – ist eine Zumutung. Daher ist es verständlich, dass sich bereits der Apostel Petrus gegen das Kreuz seines Meisters zur Wehr setzte. Jesus hatte angekündigt, dass er nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden müsse, getötet und am dritten Tag auferweckt werde. Das war zuviel für Petrus. Er machte Jesus Vorhaltungen und sagte: „Das verhüte Gott, Herr! Niemals darf dir das widerfahren!“ Jesus wandte sich um und antwortete: „Hinweg von mir Satan! Ein Ärgernis bist du für mich. Denn du denkst nicht die Gedanken Gottes, sondern der Menschen.“ (vgl. Matthäus 16,21-23)

Die Erwartungen und Gedanken der Zeitgenossen Jesu an den Messias waren durchaus menschlich: Sie dachten an einen politischen Messias, der Israel von den Römern befreite und stets souverän seine Macht und Stärke zeigte. Aber, was tat Jesus? Er, dem alle Macht gegeben war, begab sich in die Gewalt eines menschlichen Gerichtes und erfüllte in Gehorsam den Willen des himmlischen Vaters. Er ließ sich durch nichts und niemand davon abbringen, auch nicht durch seine ihn verlassenden Jünger, nicht durch Verhöhnung, grausame Folter und Erniedrigung bis zum Tod am Kreuz. „Es ist vollbracht“ sagte Jesus im Sterben. Vollbracht hatte er das Werk unserer Erlösung, unseres ewigen Heils. Ja, sein Reich ist nicht von dieser Welt; die Inschrift am Kreuz: „König der Juden“ wirkt wie eine Verhöhnung eines nach irdischen Maßstäben Gescheiterten, weist aber bereits auf den (gewaltlosen) Friedensskönig hin.

Uns, die Erlösten, sendet der Herr wie Schafe unter die Wölfe: Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen [Anmerkung: Die Formen der ‚Verfolgung‘ sind bei uns im Westen subtiler als in Ländern, wo der gleiche Begriff ‚Lebensgefahr‘ bedeutet]. Aber, habt keine Angst, denn ich bin bei euch alle Tage. Setzt euer ganzes Vertrauen auf die Gnade, auf die Kraft des heiligen Geistes. Seid mutig im Bekenntnis. Setzt nicht auf die sogenannte abendländische christliche Kultur, nicht auf Tradition und Strukturen. Habt Vertrauen zu mir, dem göttlichen Wort.

Eine im Staat vorgegebene christliche „Leitkultur“ ist eher hinderlich für das Gespräch mit Gläubigen anderer Religionen, wie zum Beispiel den Muslimen. „Das eigene christliche Zeugnis ist nur glaubwürdig, wenn außer der persönlichen Bekehrung eben kein gesellschaftlicher Anspruch auf Einschluss erhoben wird. Insofern sind gerade staatliche Religionsneutralität und Religionsfreiheit Garanten dafür, dass man in der betreffenden Gesellschaft die Christusbotschaft als lebensentscheidend zwanglos ins Spiel bringen kann.“ (Zitat aus „Islamkritik und Christentum – man höre doch mal dem Heiland zu“ von Pfarrer Jochen Teuffel, faz.net vom 19.04.2011.)

Schauen wir, was sich hinter der (teilweise berechtigten) Islamkritik eines Henryk M. Broder verbirgt. Broder kritisiert das allzu selbstbewußte Auftreten des Islam, die kulturelle Rückständigkeit der Muslime, die Herrschaft der Mullahs, die untergeordnete Stellung der Frau, die Steinigung von Ehebrecherinnen, das Aufhängen der Homosexuellen, den blinden Gehorsam, wie er in den Religionsschulen gelehrt wird, die Kinderehen, die Ehrenmorde, die Verachtung der Ungläubigen.

Dahinter steckt die Behauptung, dass Religion Privatsache ist, was offensichtlich dem Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte widerspricht. Zitat aus: „Schavans törichtes Lob für den selbstbewußten Islam“:

„Und dass Muslime, anders als Christen, ihre Religion nicht meinen verstecken zu müssen, ist nichts, das Lob verdienen würde. Religion ist, wie Sex, Privatsache. Daheim, in den eigenen Wänden, können die Menschen machen, wozu sie Lust haben. Aber sie möchten bitte die Gardinen zuziehen, um die Nachbarn nicht zu belästigen. Denn zur Religionsfreiheit gehört auch das Recht, von religiösen Exerzitien des anderen verschont zu werden“ – Hierzu sollte Herr Broder doch den obengeannten Artikel 18 der Menschenrechtserklärung nachlesen. Denn das von ihm kritisierte Verhalten betrifft ja auch Katholiken (zum Beispiel die Fronleichnamsprozession in der Stadt ist ein öffentliches Glaubensbekenntnis). Er hat nur insoweit recht, dass die öffentliche Glaubensbezeugung nicht aufdringlich sein darf.

Eine Forderung nach Privatisierung des Glaubens widerspricht also zutiefst dem Selbstverständnis der christlichen Sendung und auch den Allgemeinen Menschenrechten. Auch das islamische Selbstverständnis ist ein missionarisches, ohne jetzt auf nicht akzeptable Formen wie massive Angriffe gegen das Christentum im Internet und Zwangsislamisierung einzugehen.

Nach Pfarrer Teuffel (siehe oben) besteht die Provokation des christlichen Glaubens im letzten Wort Jesu am Kreuz: „Es ist vollbracht!“ Der stellvertretenden Lebenshingabe des Gottessohnes ist menschlicherseits nichts hinzuzufügen. Was für Christen zu tun bleibt, ist die gottesdienstliche Feier des Pascha-Mysteriums Christi, das missionarische Namenszeugnis sowie der Dienst am fremden Nächsten. Im Übrigen gilt Toleranz, was nichts anderes heißt, als „Zuwiderliches“ zu ertragen, weil man es weder abwenden noch ignorieren oder gar für sich akzeptieren kann. – HJE

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“Wo Gott ist, da ist Zukunft”

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Wo Gott ist, da ist Zukunft ist das Motto des Papstbesuches im kommenden September (vom 24. bis 25.09.11 in Freiburg). Der Besuch bietet eine gute Gelegenheit zur Orientierung am Wort Gottes und zu guten Begegnungen. – Dabei ist Gottes Gegenwart bei uns nicht abhängig vom Besuch des Papstes. Der Herr läßt sich immer finden, wenn jemand ihn von ganzem Herzen sucht (vgl. Jeremia 29,13). Er ist der treue und nahe Gott. Wo er ist, da ist Zukunft und Hoffnung. Jeder frage ohne Zögern nach ihm, frage nach dem Licht in der Dunkelheit des eigenen Herzens und der Dunkelheit der Ereignisse unserer Tage, egal ob in Japan oder anderswo. ER, Jesus ist das Licht der Welt, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht in der Finsternis bleibt (Johannes 12,46, vgl. Johannes 3,36). – Heinz Josef Ernst

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Zurück zur ersten Liebe!

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Dreimal fragte Jesus den Apostel Simon Petrus: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ (vgl. Joh 21,15-17) – denn dreimal hatte der Apostel zuvor seinen Herrn und Meister verleugnet (vgl. Lk 22,34). Petrus kehrte zu seiner ersten Liebe zurück („Herr, du weißt alles, auch, daß ich dich liebe“) und blieb ihr treu auch im Martyrium, das Jesus ihm wie folgt prophezeite: „…wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Arme ausbreiten, und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.“ Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welche Todesart er Gott verherrlichen werde. (Joh 21,18b-19). Petrus folgte dem auferstandenen Herrn – bis zum späteren gewaltsamen Tod am Kreuz. Petrus antwortete mit der gleiche Liebe, die Jesus den Menschen durch seinen Kreuzestod erwiesen hat. Viele Blutzeugen sind diesen Weg der Nachfolge Jesu gegangen, bis auf den heutigen Tag. „Niemand hat eine größere Liebe, als derjenige, der sein Leben für seine Freunde hingibt.“ Dies trifft auch für den pakistanischen Minister für religiöse Minderheiten, Shahbaz Bhatti, zu. Bhatti, ein praktizierender Katholik, hatte sich für eine Änderung des umstrittenen Blasphemiegesetzes und – in diesem Zusammenhang – für die zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi eingesetzt. Daraufhin erhielt er Morddrohungen. Auf Empfehlungen, sein Land aus Sicherheitsgründen vorübergehend zu verlassen, antwortete er, dass er die Bedrängten nicht im Stich lassen wolle und bereit sei, dafür zu sterben. Und dies wurde am 2. März 2011 traurige Realität.

Bereits im Jahre 2005 legte Bhatti folgendes Zeugnis, abgedruckt in “Cristiani in Pakistan”. Marcianum Press, Venedig 2008) ab: Ich heiße Shahbaz Bhatti und wurde in eine katholische Familie geboren. Mein Vater, ein Lehrer im Ruhestand, meine Mutter, eine Hausfrau, haben mich nach christlichen Werten und den Lehren der Bibel erzogen, die meine Kindheit prägten. Von klein auf war es selbstverständlich, die Kirche zu besuchen und in den Glaubenswahrheiten und im Opfer und der Kreuzigung Jesu eine tiefe Formung zu erfahren. Es war Jesu Liebe, die mich veranlaßte, meine Dienste der Kirche zur Verfügung zu stellen. Die schrecklichen Bedingungen, in denen die Christen Pakistans lebten, erschütterten mich. Ich erinnere mich an Karfreitag, als ich erst 13 Jahre alt war: Ich hörte eine Predigt über Jesu Opfer für unsere Erlösung und für die Rettung der Welt. So fühlte ich mich gedrängt, als Antwort auf diese Seine Liebe unseren Brüdern und Schwestern meine Liebe zu schenken, indem ich mich in den Dienst der Christen stellte, besonders der Armen, der Notleidenden und der Verfolgten, die in diesem islamischen Land leben.

Mir wurden hohe Würden und Regierungsämter angeboten, damit ich meinen Kampf aufgebe, aber ich habe immer abgelehnt, sogar unter Gefahr meines eigenen Lebens. Meine Antwort war immer dieselbe: Nein, ich will Jesus dienen als einfacher Mensch.

Diese Hingabe macht mich glücklich. Ich will keine Popularität und keine Machtpositionen. Ich wünsche mir nur einen Platz zu Jesu Füßen. Ich möchte, daß mein Leben, mein Charakter, meine Handlungen für mich sprechen und zeigen, daß ich Jesus Christus nachfolge. Dieser Wunsch ist so groß in mir, daß ich mich in meinen Anstrengungen für die Notleidenden, die Armen und die verfolgten Christen Pakistans auserwählt fühlen würde, wenn Jesus mein Leben als Opfer annehmen würde.

Für Christus will ich leben und für Ihn will ich sterben. Deshalb verspüre ich keine Angst in diesem Land. Viele Male wollten mich die Extremisten ermorden oder einsperren. Sie haben mich bedroht, verfolgt und meine Familie terrorisiert. Ich aber sage: Solange ich lebe, bis zu meinem letzten Atemzug, werde ich fortfahren, Jesus zu dienen und dieser armen, leidenden Menschheit, den Christen, den Notleidenden, den Armen.

Ich meine, daß die Christen der Welt, die den 2005 von der Erdbebenkatastrophe betroffenen Moslems die Hand reichten, Brücken der Solidarität, der Liebe, des Verständnisses, der Zusammenarbeit und der Toleranz zwischen den beiden Religionen gebaut haben. Wenn diese Anstrengungen fortgesetzt werden, bin ich überzeugt, daß es uns gelingt, auch die Herzen und die Köpfe der Extremisten zu gewinnen. Das wird eine positive Veränderung erzeugen: Die Menschen werden sich nicht mehr hassen, sie werden nicht mehr im Namen der Religion töten, sondern es werden die einen die anderen lieben, sie werden einträchtig sein und sie werden den Frieden und das Verständnis in dieser Region pflegen [Anmerkung: Leider hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt, auch nicht nach der Flutkatastrophe in 2010]

Ich will euch sagen, daß ich viel Anregung in der Heiligen Schrift und im Leben von Jesus Christus finde. Je mehr ich das Neue und das Alte Testament lese, die Verse der Bibel und die Worte des Herrn, desto mehr fühle ich mich gestärkt und wächst meine Entschlossenheit. Wenn ich über die Tatsache nachdenke, daß Jesus Christus alles geopfert hat, daß Gott Seinen eigenen Sohn für unsere Erlösung und unsere Rettung gesandt hat, frage ich mich, wie ich dem Weg nach Kalvarien folgen kann. Unser Herr hat gesagt: “Komm mit mir, nimm dein Kreuz und folge mir.”

Die Stelle der Bibel, die ich am meisten liebe, sagt: “Ich hatte Hunger und ihr gabt mir zu essen, ich hatte Durst und ihr gabt mir zu trinken, ich war fremd und ihr habt mich beherbergt, ich war nackt und ihr gabt mir Kleidung, ich war krank und ihr habe mich gesund gepflegt, ich war eingesperrt und ihr habt mich besucht.” Wenn ich arme und hilfsbedürftige Menschen sehe, denke ich, dass mir Jesus in ihnen begegnet. So ist es mein Bestreben, nach Möglichkeit immer hilfsbereit zu sein und – gemeinsam mit anderen – den Notleidenden, Hungernden und Durstigen Unterstützung zu bringen.

Ich denke, daß die Hilfsbedürftigen, die Armen, die Waisen, welcher Religion sie auch immer angehören, zu allererst als Menschen zu sehen sind. Ich denke, daß diese Menschen Teil meines Körpers in Christus sind, daß sie der verfolgte und hilfsbedürftige Teil von Christi Körper sind. Wenn wir diese Mission zu Ende bringen, werden wir uns einen Platz zu Jesu Füßen verdient haben und ich werde Ihn anschauen können, ohne mich schämen zu müssen. – Soweit das Zeugnis Bhatti’s.

Jesus sagt: „…sei getreu bis in den Tod, und ich werde dir das Leben als Siegeskranz geben“ (Apk 2,10). Bhatti hat diesen Siegeskranz vom Herrn, der treu ist, erhalten. – Der Apostel Paulus schreibt: „Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an seiner Verheißung teilzuhaben. Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt.“ (1 Kor 9,23-24) – und ich füge hinzu: „Kehre um zu deiner ersten Liebe, zu Jesus Christus!“ – Heinz Josef Ernst

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Begegnung mit Sankt Niklaus von Flüe in Lateinamerika

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„Paz solo hay en Dios, Santo Hermano Nicolas ruega por nosotros – Frieden gibt es nur in Gott, heiliger Bruder Nikolaus bitte für uns”. So steht es auf einem großen Poster vor der Kirche der Pfarrei Pedro Vicente nordwestlich von Quito/Ecuador. Gemeint ist der Friedensheilige aus der Schweiz. Vor 500 Jahren hatte der heilige Niklaus von Flüe im sogenannten „Stanser Verkommnis“ die Eidgenossenschaft vor dem Zusammenbruch bewahrt und ist als „Vater des Vaterlandes“ in die Geschichte der Schweiz eingegangen. Niklaus von Flüe hat es vom Bauern zum Hauptmann, Ratsherren und Richter gebracht und dann 20 Jahre als Eremit gelebt. Er hat nichts Schriftliches hinterlassen, wir kennen nur sein Kurzgebet: „Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir; gib alles mir, was mich fördert zu dir; nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir“ und sein sogenanntes Gebetbuch, in Wirklichkeit eine Meditationstafel, in die er sich immer wieder betend versenkt hat; sie entstammt aus der geistigen Welt der Gottesfreunde und gibt uns Einblick in die Geheimnisse der Erlösung und die daraus resultierenden Ansprüche an das christliche Leben in den sogenannten Werken der geistlichen Barmherzigkeit (Siehe auch: „Das Gebetbuch des heiligen Bruder Klaus – Geheimnis der Mitte“, Christiana-Verlag, Stein am Rhein)

Diese Meditationstafel, vielen noch als Misereor-Hungertuch bekannt, mit dem Mittelpunkt Jesus Christus als König, befindet sich links im Logo dieser Webseite (Das Foto stammt aus der Bruder-Klaus-Kapelle im „Centro Espiritual Santo Hermano Nicolas“ in Mindo/Ecuador. Es wurde von der Gemeinschaft Communio Sanctorum gegründet). Die Besonderheit dabei ist, dass sich hinter dem (klappbaren) Christuskopf die Heilige Hostie befindet, in der Jesus gegenwärtig ist. Die Hostie wird sichtbar, wenn der Christuskopf zur Seite geklappt wird. Rechts im Logo oben sehen wir das Kreuz, unter dem Maria (zur Linken) und Sankt Bruder Klaus (zur Rechten) stehen. – Das „Centro Espiritual“, mitten in der wunderbaren Schönheit und Stille der Natur, ist eine ideale Stätte zur inneren Einkehr und Anbetung. - Heinz Josef Ernst

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