Weihnachten – eine „ungeheuerliche Revolution“

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„Jetzt steht das Weihnachtsfest vor der Tür, überall hängen Adventssterne herum – und jeder Zweite weiß nicht, was wir da eigentlich feiern und warum wir Geschenke kaufen. Dabei feiern wir eine ungeheuerliche Revolution: dass Gott durch Jesus auf die Welt gekommen ist – arm, klein, bedürftig, hilflos. Gott wird Mensch – er ist nicht mehr der Ferne, sondern mitten unter uns. Das verändert alles!“ Dies ist eine Aussage des Journalisten Matthias Matussek, der im Frühjahr mit der „Spiegel“-Titelgeschichte „Triumpf der Sünde – über die sieben Hauptsünden“ Aufsehen erregte, im Rahmen eines Interviews mit der Zeitschrift ideaSpektrum 51/52.2010. Siehe dazu auch meinen Beitrag vom 20. März 2010: „Mit Jesus wird es gelingen“.

Eine Revolution verändert normalerweise alles. Und eine friedliche - wie Weihnachten? Eher nicht. Die Veränderungen sind unscheinbar, sie betreffen die Herzen und das Tun der Nachfolger Jesu Christi, die aber nur eine kleine Herde bilden. – Was ist zum Beispiel den Deutschen zu Weihnachten wichtig oder unwichtig? Nach einer repräsentativen Umfrage bei 1000 ausgesuchten Bundesbürgern am 15. und 16. Dezember (Forsa-Institut für das Magazin „Stern“) ist das wichtigste das Zusammensein mit der Familie. Nur fünf Prozent würden darauf verzichten. 53 Prozent könnten am ehesten auf Gottesdienste verzichten, 78 Prozent auf den Segen des Papstes. Auf Geschenke könnten 61 Prozent, auf das Festessen 36 Prozent, auf den Weihnachtsbaum 37 Prozent, auf das Spielfilmangebot im Fernsehen 65 Prozent und auf die Ansprache des Bundespräsidenten 79 Prozent verzichten.

Die Weihnachtsfeiertage sind für viele nur zusätzliche Urlaubstage – man denke an die überfüllten Flughäfen.

Aber die Verweltlichung des Weihnachtsfestes und das Fallenlassen weihnachtlicher Bräuche mit Rücksicht auf Nichtchristen, wie zum Beispiel Muslime, kann dieses unerhörte Geschehen, das für jeden Menschen lebens- und überlebenswichtig ist, nicht vergessen oder gar ungeschehen machen. Wenn diejenigen schweigen, die zum Zeugnis über das von Gott gewirkte Heil berufen sind, oder wenn man diese nicht mehr hören will, kann Gott jederzeit Zeugen erwecken, auch im profanen Bereich. Jesus: „Wenn diese schweigen, werden die Steine reden“(Lukas 19,40), oder: „Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen“ (Lukas 3,8). Gott ist demnach nicht auf das Zeugnis der Menschen angewiesen, aber er will sich dennoch der menschlichen Zeugen bedienen. Ein Journalist wie Matussek, der für ein kirchenkritisches Nachrichtenmagazin schreibt, ist ein Beispiel dafür. (Der „Spiegel“ wird auch als ‚Zentralorgan der Gottesleugner‘ bezeichnet).

Dass Gott in Jesus Christus zu uns kommt, ist die absolute Friedensbotschaft. Die von Papst Benedikt zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2011 veröffentlichte Botschaft muß daher als weihnachtliche Botschaft betrachtet werden. Dabei geht es dem Papst um die Religionsfreiheit, um die es in zahlreichen Ländern schlecht bestellt ist. Er will an das Los der verfolgten Christen erinnern:

„…Die Christen sind gegenwärtig die Religionsgruppe, welche die meisten Verfolgungen aufgrund ihres Glaubens erleidet. Viele erfahren tagtäglich Beleidigungen und leben oft in Angst wegen ihrer Suche nach der Wahrheit, wegen ihres Glaubens an Jesus Christus und wegen ihres offenen Aufrufs zur Anerkennung der Religionsfreiheit. Das kann man alles nicht dulden, weil es eine Beleidigung Gottes und der Menschenwürde ist; es stellt außerdem eine Bedrohung für die Sicherheit und den Frieden dar und verhindert eine echte ganzheitliche Entwicklung des Menschen…Ich fordere daher die Menschen guten Willens auf, den Einsatz für den Aufbau einer Welt zu erneuern, in der alle frei sind, ihre Religion und ihren Glauben zu bekennen und ihre Liebe zu Gott mit ganzem Herzen , mit ganzer Seele und mit allen Gedanken zu leben (vgl. Mt 22,37). Das ist die Gesinnung, welche die Botschaft zur Feier des aktuellen Weltfriedenstages, die dem Thema Religionsfreiheit, ein Weg für den Frieden gewidmet ist, inspiriert und leitet…“ – Heinz Josef Ernst

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Mittendrin ein adventliches Zeichen

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Mitten im Trubel des sogenannten Weihnachtsmarktes auf dem Villinger Münsterplatz setzte die Initiative Freude am Glauben ein adventliches Zeichen und bot – alternativ zu üblichen vorweihnachtlichen Produkten – Glaubensbücher, Bibeln, Kalender, Rosenkränze, Probeexemplare einer katholischen Zeitung, sowie Informationen über die Situation verfolgter Christen an. Es ergaben sich daraus gute Gespräche mit Standbesuchern.

Ein Plakat mit folgendem Inhalt wies auf die Bedeutung der Adventszeit hin:

Die Adventszeit

  • ist eine Zeit des Sich-neu-Ausrichtens auf Gott, auf sein Kommen in unser Leben. Also auch eine Zeit der Buße und Umkehr.
  • ist eine Zeit des Wartens der Christen auf die Wiederkunft Christi.
  • ist eine Zeit, die Not der anderen zu sehen. Der Armen, auch derjenigen, die Hunger haben nach dem Wort Gottes.
  • ist eine Zeit, Christus in den Unerwünschten, Bedrängten, Verfolgten, Gefangenen und Gefolterten zu erkennen.
  • ist eine Zeit, in der wir Zeiten und Orte der Stille und Besinnung brauchen, damit ER bei uns ankommen kann. – Heinz Josef Ernst
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Advent: Alles hat seine Zeit…

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Weihnachten ohne die Zeit der Erwartung (Advent) ist wie eine Geburt ohne Schwangerschaft. Oder: Erfolge in Sport und Beruf stellen sich nur nach Training und guter Vorbereitung ein. Auf das Glaubensleben übertragen heißt das: Wenn die Adventszeit nicht als Zeit der Buße, des Sich-neu-Ausrichtens auf Gott genutzt wird, ist Weihnachten nicht wirklich eine Erfahrung der Gnade des göttlichen Kindes.

Die Vorwegnahme weihnachtlicher Insignien, die Einstimmung des Einzelhandels auf Weihnachten schon vor Beginn der Adventszeit verdecken deren Sinn und Bedeutung.

Daher wäre es sinnvoll, einen Weihnachtsmarkt in der Adventszeit dem entsprechend als „Adventsmarkt“ zu bezeichnen. Dies praktiziert die Initiative Freude am Glauben auch beim diesjährigen Markt am Villinger Münsterplatz. Wir sind Freitag, 3.12.2010, in der Hütte der Seelsorgeeinheit Münster, von 16 bis 20 Uhr, präsent. Neben der Gesprächsmöglichkeit zu allen Fragen des Glaubens und zur Kirche gibt es Glaubensbücher, Bibeln, Kalender, Rosenkränze, Probeexemplare einer katholischen Zeitung, sowie Informationen über die Situation verfolgter Christen. – Heinz Josef Ernst

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Der schönste Tag deines Lebens

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„Wer Ohren hat zum Hören, der höre!“ Mit dieser Aufforderung an seine Zuhörer bekräftigt Jesus stets die Botschaft seiner Gleichnis-Erzählungen über das Reich Gottes. (Siehe Lukas Kapitel 8 oder Matthäus Kapitel 13)

Das Gleichnis vom Sämann. „Der Samen, den dieser ausstreut, ist das Wort Gottes. Der Sämann ist Gott selbst, der seit Beginn der Welt an unserem Heil arbeitet. Er hat sich nicht damit begnügt, seine Diener zu senden, sondern ist in Jesus Christus selbst gekommen…“ (Heiliger Johannes Maria Vianney, Pfarrer von Ars)

Was geschieht mit diesem Samen, dem Wort Gottes? Wer nimmt es wirklich auf und hält daran fest? Gott hat alles für unser Heil bereitet. Es genügt nicht, von Zeit zu Zeit einmal wieder an Gott zu denken. Er ist immer gegenwärtig, er umgibt uns von allen Seiten, er spricht zu uns durch die Wirklichkeit des Alltags, in der Stille, der Einsamkeit, in den menschlichen Begegnungen. Sehen wir jeden neuen Tag als ein Geschenk an, als eine neue Möglichlichkeit, Ihm zu begegnen. Oder um es mit Mark Twain auszudrücken: „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden“. - HJE

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Einladung zur ‚Ewigen Anbetung‘ am 27.09.2010

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Warum Anbetung und was bewirkt sie? Der Evangelist Lukas berichtet uns im Tagesevangelium von heute (Lk 6,12), wie Jesus auf einen Berg stieg und die ganze Nacht im Gebet zu Gott verbrachte. – Die selige Mutter Teresa schreibt dazu:

“Mystische und asketische Menschen aller Zeiten und Religionen haben Gott immer in der Stille, in der Einsamkeit der Wüste, des Waldes und der Berge gesucht. Jesus selber lebte vierzig Tage in völliger Einsamkeit und verbrachte in der Stille der Nacht viele Stunden in inniger Verbundenheit mit dem Vater.

Wir sind dazu aufgerufen, uns von Zeit zu Zeit in eine noch tiefere Stille, ins Alleinsein mit Gott zurückzuziehen. Ausschließlich mit ihm sein, ohne unsere Bücher, Gedanken und Erinnerungen: Gewissermaßen nackt und entblößt in seiner Gegenwart verharren – still, leer, reglos, wartend.

Wir können Gott nicht im Lärm, in der Unruhe finden. Schau doch die Natur an: Bäume, Blumen, Gräser – sie wachsen in der Stille. Sonne, Mond und Sterne bewegen sich in der Stille. Wesentlich ist nicht, was wir zu sagen haben, sondern was Gott sagt: uns und durch uns den Anderen. In der Stille hört er uns, in der Stille spricht er zu unserer Seele. In der Stille kommt uns das Privileg zu, seine Stimme zu vernehmen:

  • In der Stille unserer Augen,
  • in der Stille unserer Ohren,
  • in der Stille unseres Mundes,
  • in der Stille unseres Geistes,
  • in der Stille des Herzens spricht Gott.“ (Soweit Mutter Teresa)

Auch bei der Ewigen Anbetung, die eine eucharistische Anbetung ist, gibt es die stumme Zwiesprache mit dem Herrn. Obwohl der Herr uns von allen Seiten umgibt (siehe Psalm 139) und seine Gegenwart nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, so ist doch seine Gegenwart im Sakrament der Liebe ein  besonderes Geschenk für uns. Siehe dazu den Beitrag: “Der Herr sucht unsere Nähe mehr als wir ihn” vom 19.08.2010. – HJE

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Zeugnis für Christus und seine Kirche geben

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„Geht nicht konform mit dem Zeit-Geist! Leistet Widerstand gegen alle Versuche, die Kirche aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen und unseren Glauben zu diskreditieren! Schart euch um den Felsen Petri!“ Dieser Appell ist ein Extrakt aus dem Kongreß „Freude am Glauben“1 des Forums Deutscher Katholiken, der vom 27. bis 29. August 2010 in Fulda stattfand. (1Die Identität mit dem Namen unserer ‚Initiative Freude am Glauben‘ ist rein zufällig).

Der Kongreß in Fulda, der Stadt mit dem Grab des heiligen Bonifatius („Apostel der Deutschen“) stand in diesem Jahr ganz unter dem Motto „Die Kirche – Dienerin der Wahrheit und Zeichen des Widerspruchs“. Über 1600 Besucher aus dem deutschsprachigen Raum zählten die Veranstalter. Hier Auszüge aus dem Bericht von Michael Hesemann, veröffentlicht in kath.net:

„Drei Tage lang hatte man sich mit den jüngsten Angriffen auf die katholische Kirche und ihre Werte auseinandergesetzt, hatte der ebenso präzisen wie erschütternden Lagebeschreibung von Kardinal Meisner applaudiert und sich mit der Bestsellerautorin Gabriele Kuby für die Rettung christlicher Grundwerte wie Familie, Leben und Keuschheit engagiert. So stand am dritten Kongresstag folgerichtig der Aufruf zum Widerstand durch das persönliche Zeugnis im Mittelpunkt. „Prinzipientreue – Kompromissbereitschaft – Widerstand“ lautete das Thema eines hochkarätigen Podiumsgespräches, an dem der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis, Ministerpräsident a.D. Prof. Werner Münch, der Sozialwissenschaftler Prälat Prof. Lothar Roos sowie der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof a.D. und ehemalige Vizepräsident des Europaparlaments, Prof. Siegfried Alber, teilnahmen. Es sollte zu einem weiteren Höhepunkt des Kongresses werden.

Münch, ein CDUler der „alten Schule“, der selbst im Amt vor jeder Kabinettssitzung die heilige Messe besuchte, bedauerte die Veränderung dieser ehemals christlichen Volkspartei in den letzten 40 Jahren. Er selbst zog nach 37jähriger Mitgliedschaft die Konsequenz, als er auf die unselige Papstschelte von Bundeskanzlerin Angela Merkel hin seinen Parteiaustritt erklärte. Dass Merkel ausgerechnet auf einer Pressekonferenz im Beisein des kasachischen Diktators Nursultan Nasarbajew von Benedikt XVI. eine Erklärung zum Holocaust einforderte, brachte für ihn „das Fass zum Überlaufen“. Die Bundeskanzlerin habe dabei nicht nur alle Grundregeln der Diplomatie und des persönlichen Anstands ignoriert, sondern offenbar weder die Papstrede in Auschwitz noch seine nur zwei Tage zuvor abgegebene Erklärung zum Holocaust-Gedenktag – sie wurde immerhin im Rahmen einer mittwöchlichen Generalaudienz verlesen – zur Kenntnis genommen.

Am deutlichsten sei der Unterschied zwischen der CDU eines Konrad Adenauers und einer Frau Merkel an ihrer Antwort auf die Frage festzumachen, was sie denn am Sonntag täten. „Den Gottesdienst besuchen“ antwortete noch der Alte aus Rhöndorf, „Ausschlafen und Nachdenken“ die Pastorentochter aus der Uckermark.

„Prinzipientreu kann man nur sein, wenn man noch welche hat“, stellte Prof. Alber fest und bedauerte, wie weit das Christentum, das immerhin die Grundlage unserer Kultur ist, auch in der Legislative verdrängt wird. Eine Mitschuld gibt er der Verwässerung des christlichen Glaubensgutes auch in weiten Kreisen der Kirche: „Es ist mehr Welt in die Kirche geflossen als umgekehrt.“ Satan habe sich einst der römischen Kaiser bedient, um die Christen zu verfolgen, heute habe er sich die Theologieprofessoren geschnappt und sei damit erfolgreicher. Aber nicht Werte ändern sich, sondern die Einstellung der Menschen. Darum bedankte er sich für alle öffentlichen Demonstrationen des Glaubens, als Beispiel nannte er die Lichterprozession am Kongresssamstag, und rief jeden Einzelnen dazu auf, in der Gesellschaft Farbe zu bekennen.

Auch Norbert Geis mahnte Prinzipientreue an und lud engagierte Katholiken zum Eintritt in die Parteien ein; nur so ließe sich mittelfristig etwas verändern. Es helfe nicht, „die Politik“ von außen zu kritisieren; Christen müssten wieder in die Spitzengremien gewählt werden. Prinzipientreue hieße aber auch, seinen Glauben öffentlich zu leben. Dazu gehöre das Tragen der Priesterkleidung auf der Straße ebenso wie das Tischgebet im Restaurant oder der Kirchgang mit den Enkeln, wenn schon die Eltern diesen versäumten.

Vor allem aber dürften Kirchenvertreter nicht immer klein beigeben: Dass die Bischöfe nicht offen gegen Abtreibungen oder die unselige Homo-Ehe aufträten, dass eine Frau Käßmann die Pille als Gottesgeschenk bezeichnen durfte, ohne daraufhin Kanzelverbot zu bekommen…
So fand Moderator Dr. Andreas Püttmann keinen Widerspruch, als er nach dem Podiumsgespräch die Resolution „Gebt Zeugnis für Christus und Seine Kirche!“ präsentierte:

„Wir in Fulda zum Kongress ‚Freude am Glauben‘ versammelte Katholiken rufen angesichts des dramatischen Verfalls katholischen Glaubens, kirchlichen Lebens und christlicher Leitkultur in Deutschland alle Gläubigen auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen, ihre Herausforderung anzunehmen und ihre Bereitschaft und Fähigkeit zum christlichen Zeugnis zu erneuern.“ Monatelange Kampagnen gegen Papst und Klerus, ein militanter, missionarischer „neuer Atheismus“ und die Beschneidung der Religionsfreiheit von Christen „ermahnen uns, den Anfängen zu wehren, unsere Kirche entschieden zu verteidigen und dabei auch soziale Blessuren nicht zu scheuen“.

Dabei zitierte die Erklärung das „Stuttgarter Schuldbekenntnis“ der evangelischen Christen aus dem Jahre 1945, das ebenso gut in unsere Zeit passt, in der die Kirche nicht weniger, wenn auch subtiler bedrängt wird: „Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.“
Ein feierliches Pontifikalhochamt im Fuldaer Dom, zelebriert von Zenon Kardinal Krocholewski aus Rom, dem Präfekten der Kongregation für Katholische Erziehung, schloss die ereignisreichen Kongresstage harmonisch ab.“

Zu erwähnen ist noch die Resolution >>> zu mehr Einsatz für die weltweit verfolgten Christen.

Das Forum Deutscher Katholiken beschreibt sich in Kürze so: „Vertreter katholischer Vereinigungen und eine Reihe von Einzelpersönlichkeiten haben das Forum am 30. September 2000 gegründet. Es will papst- und kirchentreue Katholiken unterschiedlicher Spiritualität und geistlicher Ausrichtung in katholischer Weite zu einem lockeren Verband zusammenführen; denn ein neuer Aufbruch braucht eine organisatorische Stütze. Das Forum steht allen Katholiken offen, die sich zum Glauben unserer Kirche bekennen, wie er im Katechismus der Katholischen Kirche zusammengefaßt ist.“ – HJE

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„Der Herr sucht unsere Nähe viel mehr als wir ihn“

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Was sind die Quellen der Freude eines Christen? Dazu gehört die erlebte Gegenwart Jesu in der Heiligen Eucharistie ["Gottheit tief verborgen, betend nah' ich dir..." - Lied im 'Gotteslob' nach Thomas von Aquin]. Wer sich auf die Suche macht, findet in vielen Städten Oasen des Gebets. Jesus lädt uns ein, beim ihm in seiner verborgenen Gegenwart zu verweilen und zu beten. An einigen Orten ist dies sogar täglich rund um die Uhr möglich, wie zum Beispiel in der Sankt Clemens-Kirche, Berlin, Stresemann-Straße 66.  Neben der „Ewigen“ eucharistischen Anbetung (24 Stunden) gibt es von 9 bis 24 Uhr Offene Kirche, Beichtgelegenheit, Geistliche Begleitung und Gesprächsangebot. Zu jeder vollen Stunde wird der Barmherzigkeitsrosenkranz gebetet. Mehr dazu unter St. Clemens Berlin.

„Der Herr sucht unsere Nähe viel mehr als wir ihn…“, eine Aussage des Vorsitzenden des Fördervereins St. Clemens, Matthias Raphael Prause, im Interview mit der katholischen Zeitung „Die Tagespost“.  Daraus Zitate: „…die Anbetung ist ein besonderes Herzensanliegen unseres Heiligen Vaters, weil es ein Herzensanliegen Gottes selbst ist. Unser Papst lädt die Kirche eindringlich zur eucharistischen Anbetung ein…Gerade in den Städten brauchen wir dringend Orte des Gebets, an denen Menschen Gott begegnen können. Es gibt in dieser Welt keinen unmittelbareren Zugang zum lebendigen Gott, als durch die Eucharistie. Sie ist das größte Geschenk, denn in ihr schenkt sich Gott uns selbst. Mehr kann man nicht schenken, mehr kann man nicht lieben. Wenn wir anbeten, antworten wir auf diese Liebe mit dem wenigen, was wir haben. Und diese Antwort verwandelt unser Herz. Wer im Glauben wachsen, wer Gott kennenlernen, wer ihm wirklich begegnen will, dem möchte ich die Anbetung ans Herz legen.“

Während meines Aufenthaltes in Irland im Juli 2010 habe ich verschiedene Kirchen aufgesucht, in denen täglich mindestens eine Stunde eucharistische Anbetung ist.  Zum Beispiel in Castlebar: „Can you not watch one hour with me?” (Kannst du nicht eine Stunde mit mir wachen?, fragt Jesus auch uns)

Oder in Frankfurt am Main, im Herzen der Main-Metropole zwischen der Einkaufsstraße ZEIL und dem Frankfurter Dom. Es ist die von Franziskanern betreute Liebfrauenkirche. Oder in Stuttgart in der Bischofskirche St. Eberhard, Nähe Hauptbahnhof.

In unserer Seelsorgeeinheit Villingen-Münster findet am 27. September 2010 – wie in jedem Jahr – die “Ewige” Anbetung statt. >>>Download Flyer - HJE

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Die Zeit für die Erreichung des Lebensziels nutzen

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Bevor Aktivitäten gestartet werden, braucht das Unternehmen eine klare Zielsetzung. Zielsetzung ist in anderer Weise auch im privaten Leben wichtig. Ohne Ziel können Handlungen und Vorhaben ins Leere laufen und ergeben letztlich keinen Sinn.

Da stellt sich also die Sinnfrage, die Frage nach dem eigentlichen Ziel unseres irdischen (christlichen) Lebens. Hören wir zunächst hinein in ein Gespräch über den Heiligen Geist zwischen dem großen  Starzen (Mönch) Seraphim von Sarov und seinem Freund Motovilov.

Motovilov berichtet: Der Tag war trüb, Schnee lag zentimeterhoch auf der Erde, als Vater Seraphim mit mir das Gespräch in der Nähe seiner Einsiedelei begann. „Der Herr offenbarte mir“, sagte der große Starez, „dass ihr schon seit Eurer Kindheit wissen wollt, worin das Ziel unseres christlichen Lebens besteht. Bei vielen wichtigen geistlichen Personen habt Ihr darüber schon zu wiederholten Malen gefragt. Niemand aber hat Euch darüber etwas Genaues gesagt. Man hat Euch gesagt: Geh in die Kirche, bete zu Gott, erfülle die Gebote Gottes, tue Gutes – darin besteht auch für dich das Ziel des christlichen Lebens. Andere waren sogar schlecht zu sprechen auf Euch, weil Ihr Euch mit einer Gott nicht wohlgefälligen Neugier beschäftigen würdet und sagten zu Euch: Such nicht das, was für dich zu hoch ist. Man hat aber nicht so zu Euch gesprochen, wie es eigentlich sein sollte. Ich, der arme Seraphim, erkläre Euch nun, worin tatsächlich dieses Ziel besteht.“

„Gebet, Fasten, Nachtwachen und alle anderen christlichen Taten sind soweit nicht schon von sich aus gut, als in der Tätigkeit allein noch nicht das Ziel unseres christlichen Lebens besteht, wenn sie auch unabdingliche Mittel zum Erreichen des Zieles sind. Das wahrhaftige Ziel unseres christlichen Lebens jedoch besteht in der Erlangung des heiligen Geistes Gottes. Fasten aber und Nachtwachen, Gebet oder Wohltätigkeit, alle um Christi Willen verrichtete guten Werke sind Mittel zur Erlangung des Heiligen Geistes Gottes.“

„Merkt, Freund, dass nur das gute Werk, das für Christus getan wird, uns die Früchte des Heiligen Geistes bringt. Alles, was nicht für Christus getan wird, mag es auch gut sein, bringt uns im Leben der zukünftigen Welt keinen Lohn, ja sogar im hiesigen Leben gewährt es uns nicht die Gnade Gottes.“

„So ist es, mein Gottesfreund. So besteht im Erlangen dieses Heiligen Geistes das wahre Ziel unseres christlichen Lebens, Gebet hingegen, Wachen, Fasten, Almosen und andere um Christi willen verrichtete Tugenden sind nur die Mittel zur Erlangung des Heiligen Geistes.”

„Was ist das, Erlangung?” fragte ich Vater Seraphim, „ich verstehe das nicht.“

„Erlangung ist ganz dasselbe wie Erwerben”, antwortete er mir. „Ihr versteht doch, was Geld verdienen heißt? Genau so verhält es sich mit der Erlangung des Heiligen Geistes. Ihr versteht doch, was im weltlichen Sinn Erwerben bedeutet, mein Gottesfreund? Das Lebensziel der Leute im Allgemeinen ist das Geldverdienen, bei den Adeligen darüber hinaus, der Empfang von Ehrungen, Auszeichnungen und anderer Belohnungen im Staatsdienst. Das Erwerben des Heiligen Geistes ist ebenso ein Kapital, nur ist es gnadenhaft und ewig und es wird auf ein und demselben Wege erworben wie Geld, staatliche Verdienste und zeitliche Güter, eines ist dem anderen sehr ähnlich. Gott das Wort, unser Herr und Gottmensch Jesus Christus vergleicht das Leben mit einem Marktplatz, das Tun unseres Lebens nennt Er einen Einkauf und uns allen sagt Er: „Kauft, bis Ich komme, kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse“, das heißt, gewinnt die Zeit zum Empfang der himmlischen Güter über die irdischen Waren. Die irdischen Waren, das sind die Tugenden, die für Christus getan werden und die uns die Gnade des Allheiligen Geistes erlangen. (Das Gespräch wurde entnommen aus Feuer & Licht Nr. 178, Juni 2010)

Kommentar: Natürlich kann niemand den Heiligen Geist „kaufen“ – dass hatte der Apostel Petrus auch einem Mann namens Simon klargemacht – siehe Apostelgeschichte 8,18-21: „Als Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Geist verliehen wurde, brachte er ihnen Geld und sagte: Gebt auch mir diese Macht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt. Petrus aber sagte zu ihm: Dein Silber fahre mit dir ins Verderben, wenn du meinst, die Gabe Gottes lasse sich für Geld kaufen. Du hast weder einen Anteil daran noch ein Recht darauf, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.“

Für die Getauften und Gefirmten können die Aussagen des Seraphim von Sarov so verstanden werden: In der heiligen Firmung spricht der Bischof „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem heiligen Geist.“ Es handelt sich dabei um eine Berufung zum Leben in Gott, zur Nachfolge Jesu Christi. Es ist eine anfanghafte Gnade, also noch nicht die ganze Fülle des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist will den Firmanden anspornen zu Taten der Liebe, zum Einsatz für das Reich Gottes, damit die Früchte des Geistes heranreifen und sichtbar werden. Der Galaterbrief sagt dazu: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue (Gal 5,22)

Frucht bringen ist auch die Verheißung Jesu im Johannes-Evangelium im Kapitel 15,1-17: Christus ist der wahre Weinstock. Die Voraussetzung, Frucht zu bringen, ist, als Rebe am Weinstock mit ihm verbunden zu bleiben. Wenn die Rebe abgeschnitten ist, verdorrt sie.

Wenn Seraphim von Sarov über das Erwerben den Heiligen Geistes spricht und auf die Worte Jesu hinweist, denkt er sicher an das Kapitel 16,9-13 bei Lukas, in dem es um den richtigen Gebrauch der irdischen Güter geht. Paul Gerhard Müller kommentiert: „Wie der korrupte Verwalter im Kapitel Lukas 16 sollen sich die Jünger mit dem „ungerechten Mammon“ Freunde machen, damit sie in die „ewigen Zelte“ Gottes beim Endgericht aufgenommen werden, „wenn er aufhört“. Klugheit besteht für den Jünger darin, den Reichtum geschickt für die Armen zu verwenden, sich durch Almosengeben auf Zukunft hin bei Gott „abzusichern“ (siehe Lk 12,33), da die irdische Existenzsicherung durch Geld plötzlich im Tod aufhört. Mit „Freunde machen“ ist Gott gemeint, nicht die Armen. Der Mammon ist schon deswegen ungerecht, weil der ungleich verteilte Reichtum prinzipiell eine Unrechtssituation schafft, solange er nicht solidarisch und gerecht in Verteilung gebracht wird (Vgl. Sir 5,8; 27,1f; Mk 4,19)

Lukas 12,33: “Verkauft alles, was ihr habt, und gebt es als Almosen. Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz in den Himmeln, der nicht versiegt, wo kein Dieb herankommt und keine Motte zerstört. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“

Ein Heiliger des 20. Jahrhunderts, Maximillian Kolbe, der bekanntlich anstelle eines Familienvaters freiwillig in den Tod ging, hatte eine sehr zielgerichtete Auffassung über die Verwendung des Geldes: Maximilian gab die Zeitschrift ‚Immaculata‘ heraus und verwendete die seinerzeit modernsten Druckmaschinen. Ein Mitbruder hatte deswegen Bedenken und fragte: „Was würde unser Ordensgründer, der heilige Franz von Assisi dazu sagen?“ Maximillian erwiderte: Franz würde dies begrüßen und sagen, ‚für das Reich Gottes muß alles in die Waagschale geworfen werden!‘

Heinz Josef Ernst

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Eindrücke rund um den Info-Stand am 5. Juni 10

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Planmäßig und bei bestem Sommerwetter lief die angekündigte Präsenz in der Villinger Innenstadt ab. Eine Plakattafel konfrontierte die Passanten mit der Frage: „Ist beim Tod alles aus?“ Die Tafel enthielt auch Informationen zur geschenkten Vergebung in der Beichte und zum christlichen Sender Radio Horeb. Es hatte allerdings den Anschein, dass das für jeden Menschen wichtige Thema ‚Tod‘ die meisten nicht wirklich beschäftigt. Sicher ein Spiegelbild der unlängst von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführten Umfrage, nach der 65 % der deutschen Bevölkerung glauben, dass nach dem Tod alles aus ist. Wenn die 65 % recht hätten, wäre unser Glaube sinnlos und das Christentum und andere Religionen hinfällig. Aber Jesus selbst sagt: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt und hat das ewige Leben, und auch: Gott ist ein Gott der Lebenden und nicht der Toten. – Bibel und Glaubensbekenntnis sagen uns, dass Jesus wiederkommen wird in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten (das heißt, die Verstorbenen werden wieder aufstehen zum Gericht).

Mit dem Ruf „Die Kirche hat ein Problem“ kam gleich zu Beginn ein Passant auf uns zu und nannte als Grund dafür die Ehelosigkeit der Priester, den Zölibat. Gegenargumente ließ er dabei nicht zu. – „Die Kirchgänger sind keine bessere Menschen – man kann außerhalb der Kirche genau so beten“. Hier liegt eine falsche Sichtweise vor. Es geht gar nicht um besser oder schlechter. Jesus Christus lädt uns zu sich ein. Er ist das Haupt und der Heilige Geist das Herz der Kirche. Jesus stärkt uns durch sein Wort und nährt uns durch die heiligen Sakramente: Die Vergebung und Versöhnung in der Beichte, die heilige Kommunion, die Krankensalbung. – Jesus hat schon alles für unser ewiges Heil am Kreuz auf Golgatha getan. Wir brauchen sein Geschenk, seine Gnade (durch die Sakramente) nur noch im Glauben anzunehmen.

Radio Horeb: Hierzu bieten wir auf dieser Seite einen Service an: Sie finden unter den Rubriken „Leben im Geist“ und „Standpunkte“ immer die jeweils letzten Sendungen im Originalton (nur anklicken).

Demonstration für die Befreiung Gaza‘s. Aufgrund der israelischen Gewalt gegen die Aktivisten eines Hilfsschiffes für Gaza, bei der es neun Tote zu beklagen gab, erlebten wir unmittelbar den lautstarken Protest der türkisch-muslimischen Gemeinde in Villingen. >>>Siehe Fotogalerie.

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Informationsstand in der Villinger Innenstadt

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Unsere Präsenz: Samstag, 5. Juni 2010, von 9 bis 17 Uhr, in der Villinger Fußgängerzone, (am Latschari-Platz, vor der Sparkasse).

Wir suchen das Gespräch mit Interessierten zu aktuellen Fragen des Glaubens, wie zum Beispiel: „Was kommt nach dem Tod?“ (Einer aktuellen Umfrage zufolge, glauben 65 % aller Deutschen, dass nach dem Tode alles aus ist); „Sünde, Buße und Vergebung“, „die Bedeutung des Pfingstfestes“. Wir sind offen für kritische Fragen zum Thema ‚Kirche‘, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Mißbrauchs-Debatte. Wir weisen gern darauf hin, dass Jesus Christus, der Grund unserer Freude, inmitten seiner Kirche ist. Damit bleibt sie auch in dieser schwierigen Zeit ein Ort der Hoffnung und des Heils. Denn von ihr kommt immer wieder Gottes Wort zu uns, das uns reinigt und zu Buße und Umkehr führt.

Wie zuletzt wie auf dem Weihnachtsmarkt am Stand unserer Seelsorgeeinheit Münster, bieten wir auch christliche Medien an; unter anderem: Probeexemplare einer katholischen Zeitung, die Bibel, Glaubensbücher, Gebetstexte, Informationen zum Thema ‚Verfolgte Christen‘, u.a.

Es ist hoffentlich für jede/n etwas dabei. Bitte besuchen Sie uns oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular (siehe „Über uns“) und machen Sie auch Bekannte darauf aufmerksam.

Martin Lienhart-Martin Fetscher-Heinz J. Ernst

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